Suomenlapinkoira - Charakter

Der Finnische Lapphund ist ursprünglich ein Hüte- und Treibhund aus den Norden Europas, der in seiner Heimat ursprünglich für das Hüten und Treiben von Rentieren benutzt wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte auch das Jagen und das Bewachen des Hofes. Heute geht der Lapphund jedoch nur noch sehr selten diesen Aufgaben nach und er wird meist als Familienhund gehalten.

Der Finnische Lapphund ist ein temperamentvoller, fröhlicher, liebevoller und anhänglicher Begleiter. Ein Finnischer Lapphund ist nur dann glücklich, wenn er inmitten seiner Familie leben darf. Er ist sehr menschenbezogen, deshalb sind sie auch nicht für die Zwingerhaltung oder für ein Leben nur im Garten geeignet. Der Zugang zur Familie muß immer möglich sein. Richtig erzogen ist der Finnische Lapphund ein sehr kinderfreundlicher Hund. Das Alleine bleiben kann auch ein Lappi lernen, doch sollte diese Zeit nicht zu lang sein. Auch ist er sehr lernwillig und meist leicht zu trainieren, jedoch hinterfragt er auch gern mal das eine oder andere Kommando und lässt auch hin und wieder mal die Bekannte nordische Sturheit hervorblitzen. Er ist sehr intelligent und sucht auch gern mal nach EIGENEN Lösungen. Ein gewisser Hütetrieb ist bei den meisten Lapphunden noch vorhanden, so dass weglaufende Tiere, Menschen und auch Fahrradfahrer einen besonderen Reiz ausmachen können. Auch aus diesem Grund bedarf es einer konsequenten aber liebevollen Erziehung, die niemals hart sein darf. Laute Worte, Schreie oder Ähnliches bewirken häufig das Gegenteil. Der Hütetrieb ist grob gesagt nur ein unvollendeter Jagdtrieb, die Abhandlungssequenzen sind beim Jagdtrieb bzw. Hütetrieb identisch, nur die Endsequenz ist unterschiedlich, bei der Jagd ist es das Töten, beim Hüten nur das Treiben der Tiere. Deswegen kann man beim Lapphund nur schwer sagen, ob er Jagdtrieb hat oder nur Hütetrieb. Man sollte jedoch von Welpenalter an daran arbeiten, dass der Hund zuverlässlich abrufbar ist.

Die Erziehung sollte abwechslungsreich gestaltet werden, immer wiederkehrende gleiche Übungen werden schnell langweilig und der Lappi verliert die Lust an der Arbeit und scheint an plötzlicher Taubheit erkrankt zu sein. Mit Lob und Kreativität lernt der Finnische Lapphund jedoch gerne und schnell. Lapphunde sind in vielen Sparten des Hundesports zu finden - Obedience, Agiliy, Turnierhundesport, Zugsport, Trickdogging... aber er genießt auch den einfachen Spaziergang mit seiner Familie. Wer jedoch bedingungslosen Gehorsam erwartet und dessen Ziel die Teilnahme an Meisterschaften ist, ist womöglich mit einer anderen Rasse besser bedient. Er ist sehr anpassungsfähig und orientiert sich an seinen Menschen, er geht an einen Tag mit seinen Menschen auf eine mehrstündige Wanderung und verbringt den nächsten mit auf dem Sofa. Er kann auch mal mehrere Tage auslaufmöglich etwas kürzer treten, aber dann sollte man z.B. einen Ausgleich durch geistige Beschäftigung schaffen.

Häufig wird auch die Frage gestellt, ob der Finnische Lapphund viel bellt. Meine Hunde bellen eigentlich nie ohne Grund, jedoch kündigen sie gern kommenden Besuch an und empfangen diesen leider sehr überschwänglich. Jedoch sollte man Beachten dass der Lappi ein Hütehund ist/war und auch sehr viel mit dem Stimme gearbeitet hat. Auch das Spiel mit anderen Hunden kommentieren meine Hunde gern.

Der Finnische Lapphund ist ein sehr sozialer Hund, der meist sehr gut mit Artgenossen, Katzen und Kleintieren auskommt und daher sehr gut als Familienhund gehalten werden kann. Um jedoch wirklich glücklich zu sein, braucht der Lapphund eine Beschäftigung, jedoch muss dies keine eigene Rentierherde sein. Such- und Schnüffelspiele sind bei ihm sehr beliebt auch der erlernen kleiner Tricks macht ihm Spaß. Er eignet sich jedoch auch für eine Vielzahl von Hundesportarten - Agility, Obedience, Apportieren, Dogdancing, Trickdogging, Fährtensuche aber auch die Arbeit als Therapiehund macht ihm Spaß.